Erzbischof Anno II. ließ bis 1067 unmittelbar vor dem römischen Südtor über einer Hallenkrypta diese Kirche als dreischiffige doppelchörige Basilika eines Kanonikerstifts erbauen. Sie ist im ganzen Rheinland die einzige erhaltene, möglicherweise noch auf römisches Baumaterial zurückgreifende Säulenbasilika, deren Westchor im 12. Jahrhundert zu einem imposanten, hinsichtlich des Turmaufbaus aber nie vollendeten Westbau umgestaltet wurde. Dieser Westbau mit seiner Kuppel zählt zu den Höhepunkten der staufischen Baukunst. Nach schwerster Zerstörung noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde für die Bombenopfer vor Ort im Kreuzweggeviert neben der Vorhalle ein beeindruckender kleiner Friedhof angelegt. Außer den expressionistischen Glasfenstern von Jan Thorn-Prikker und weiteren hervorragenden alten und modernen Ausstattungsstücken sehen wir über dem Altar die hervorstechende Kopie des berühmten frühromanischen Triumph-Kreuzes von 1067, dessen Original sich im Museum Schnütgen befindet, sowie im Westwerk ein gotisches Gabelkruzifix vom Ende des 14. Jahrhunderts.