Wie die meisten der Kölner romanischen Kirchen, so liegt auch die Kirche St. Andreas außerhalb der Römermauer, die noch bis 1180 die Stadt schützte. Eine bescheidene Kirche St. Matthäus in fossa, im Stadtgraben, in unmittelbarer Nachbarschaft zum römischen Nordtor, war somit auch die Keimzelle des im 10. Jahrhundert von Erzbischof Bruno gegründeten Kanonikerstifts. Die heutige gewölbte dreischiffige Basilika mit ihrem markanten Westbau sowie dem achteckigen Vierungsturm mit Faltdach entstand zwischen 1190 und 1220. Die romanische Apsis wurde 1414-1420 durch die imposante gotische Chorhalle mit Glasfenstern ersetzt. Spätere Erweiterungen und Umbauten folgten. Hinsichtlich der Ausstattung bietet die Kirche – neben der noch spätromanischen Bauzier und den beeindruckenden Resten der gotischen Fresken des 14. Jahrhunderts – wertvolle Altarbilder, den Machabäerschrein aus dem aufgelösten Machabäerkloster sowie, aus neuester Zeit, die leuchtenden Querschifffenster von Markus Lüpertz. 1947 wurde die Kirche mit ihrer wiederhergestellten Krypta, in der Albertus Magnus, der bedeutende Kirchenlehrer des Mittelalters, verehrt wird, seinen Nachfolgern im Dominikanerorden übertragen.