Ja, es gab sie wirklich, die Hexen von Köln. Haben diese Frauen Menschen verzaubert, ihnen geschadet? Nichts von alledem. Es genügte, wenn eine missgünstige Nachbarin sie anzeigte. Dann wurden sie befragt und gefoltert. Sie hatten kaum eine Chance. Die Kirche und die Stadtväter wiesen ihnen nach, dass sie mit dem Teufel im Bunde waren. Dann wurden viele dieser Frauen dem Feuertod übergeben. Manche waren noch sehr jung. Schließlich erging ein Gesetz, sie könnten erst mit 14 Jahren angezeigt werden. Prompt verschwand eine Zehnjährige in einem Turm – bis sie vierzehn Jahre alt war. Dann kam sie vor Gericht und wurde zum Tode verurteilt. Köln war einerseits die Stadt, aus der der „Hexenhammer“ hervorging. Andererseits formulierte hier Friedrich Spee von Langenfeld den schärfsten Einspruch gegen die Hexenverfolgung. Eine Betroffene berichtet über sich und ihre Gefährtinnen.

 gegen Aufpreis auch als Kostümführung