Schön, dass Sie sich ein Wochenende für Köln nehmen. Und wenn Sie zum ersten Mal Köln besuchen, sollte der Kurzurlaub schon von Freitagmittag bis Sonntagabend reichen.
Zwar ist Köln von seiner mittelalterlichen Stellung als größte deutsche Stadt heute auf Platz vier zurückgefallen, nach Berlin, Hamburg und München. Aber die zeitliche Tiefendimension über mehr als zweitausend Jahre bringt keine dieser Städte mit, bei allem, was sie bieten.

Wie können Sie nun sinnvoll ein solches Wochenende füllen? Der Dom, diese großartige Kathedrale, soll irgendwann mit Muße „durchwandert“ werden. Doch bedenken Sie: Der Dom ist kein Museum, und so kann man sich in ihm auch nur außerhalb des Früh-, Mittags- und Abendgottesdienstes bewegen. Allerdings ist auch der Besuch der Sonntagsmesse ein besonderes Erlebnis. Doch ich möchte Ihnen empfehlen, die Innenbesichtigung nicht an den Anfang zu stellen, sondern den Bau vor diesem Besuch erst mehrmals von allen Seiten und zu unterschiedlichen Tageszeiten anzusehen: die beeindruckende Westfassade, vom Roncalli-Platz aus das abendlich beleuchtete Südportal, und – unbedingt im Aufstieg von der Rheinpromenade über die wunderbare Treppe neben dem Museum Ludwig – den Chor, der bereits 1322 geweiht wurde.


Bei der Zimmersuche wenden Sie sich an KölnTourismus, direkt gegenüber dem Haupteingang des Doms. Dort erhalten Sie auch, wenn Sie wünschen, eine WelcomeCard, die Ihnen gegen eine einmalige Kaufgebühr vielfältige Ermäßigungen gewährt. Denken Sie während Ihres Aufenthalts an mehrere Museumsbesuche, so gibt es in den Museen eine MuseumsCard zu äußerst günstigem Preis, nochmals ermäßigt für Familien, mit einer Gültigkeit für zwei Tage – Sie sollten diese deshalb erst ab Samstag benutzen –, die Ihnen zusätzlich auch noch die freie Fahrt mit Bahn und Bus im Stadtgebiet gestattet. Fragen Sie bei Köln Tourismus auch nach weiteren Vergünstigungen, insbesondere für Familien mit Kindern.

Anschrift:

KölnTourismus:GmbH
Unter Fettenhennen 19
50667 Köln
Tel.: +49(0)221-221 223 32 oder 236 54
www.koelntourismus.de

Hide

Freitagnachmittag und -abend

Sie könnten am Freitagnachmittag mit einem Blick auf die viereinhalb Jahrhunderte des römischen Köln beginnen. Ich schlage demgegenüber vor, zunächst einen generellen Überblick über die abwechslungsreiche Stadtgeschichte zu suchen. Vielleicht finden Sie in dieser Hinsicht etwas Einschlägiges in den Angeboten der verschiedenen Stadtführungsagenturen. Prospekte liegen aus bei KölnTourismus. Ich selbst biete zu bestimmten Terminen eine entsprechende Führung über die Agentur Inside Cologne an, für geschlossene Gruppen auch privat zu Wunschterminen: Von Agrippina bis Zeppelin, gewissermaßen eine Art Zeitreise von der römischen Zeit bis in unsere Gegenwart.
Am anschließenden Abend könnten Sie eine Kölsche Gaststätte besuchen; direkt im Anschluss an meine Führung etwa das urige Päffgen in der Friesenstraße, wo Sie nicht nur Touristen antreffen, oder – in der Altstadt – eines meiner Lieblingslokale: das Gaffelhaus am Altermarkt. Studieren Sie die kölsche Fooderkaat; vielleicht sind Sie auch neugierig auf etwas Ungewohntes.

Samstagvormittag

Während der Preußenzeit lesen Sie auf Poststempeln und Ansichtskarten oft „Coeln a. Rhein“. Ein Kölln bei Berlin war den Preußen vertrauter, und so musste durch die amtlich auferlegte Schreibung mit „C“ unterschieden werden.
Köln und der Rhein bildeten immer schon eine Einheit; eben am Rhein gründeten die Römer Köln, und wenn man Köln besucht, sollte man auch immer wieder den Rhein in den Blick nehmen. Er lässt sich an Länge zwar nicht mit dem Nil, dem Jangtse oder der Wolga vergleichen, ist aber immerhin als Deutschlands größter inländischer Strom die Kölner Lebensader und verbindet die ehemalige Hansestadt nicht nur mit Süddeutschland, Frankreich und der Schweiz, sondern vor allem mit den Niederlanden und England, eben mit dem Meer.
Deswegen ein etwas ungewöhnlicher Vorschlag für den Samstagmorgen: Lösen Sie sich im Hauptbahnhof eine Fahrkarte nach Köln-Deutz. Zwar nur eine kurze Fahrt über die Hohenzollernbrücke, aber sie lernen auf diese Weise den Bahnhof, den größten Verkehrsknotenpunkt in Westdeutschland, kennen, den täglich über 1000 Züge passieren. Seit 2000 findet man in seinen Colonaden an die 70 Geschäfte, Cafés und Restaurants.
Ein rechtsrheinisches Köln gibt es übrigens erst seit den Eingemeindungen von 1888. Zuvor war Deutz, nachdem Köln seinen Erzbischöfen das Herrschaftsrecht über die Stadt strittig gemacht hatte, als – zum Kurfürstentum Köln gehörend – Feindesland, und Alt-Kölner haben bis heute eine Aversion gegen die „schäl Sick“, trotz günstigerer Mietpreise, der Nähe zum Naherholungsgebiet und aller Bemühungen der Stadtverwaltung, diese mentale Grenze durch Attraktionen zu überwinden.
Die Deutzer Seite ist durch die sinnvoll am Rhein gelegene Köln Messe bestimmt. Ihre Anlage verdankt Köln, wie so vieles andere, der sechszehnjährigen Amtszeit Konrad Adenauers als Oberbürgermeister, von 1917 bis 1933, als er von den Nazis abgesetzt wurde. Aber das nur nebenbei. Sie steigen am Deutzer Bahnhof aus. Von hier fuhren die Transporte der KZ-Häftlinge aus dem Sammellager auf der Messe 1942 – 1944 in die Vernichtungslager. Heute verläuft hier die rechtsrheinische ICE-Strecke.
Wenn das Wetter schön ist, können Sie jetzt zunächst auf der Deutzer Seite einen halbstündigen Spaziergang an den alten Messegebäuden entlang bis in den Rheinpark machen. Kommen Sie dem Rhein nahe, so riechen Sie vielleicht schon das Meer. Im Winter besuchen uns ohnehin die Möwen. Vor dem Stadtzentrum ist der Rhein heute durch seine Kanalisierung sehr eng geführt, aber von Deutz aus nach Norden weitet er sich wieder.
Sie kommen zurück zur Hohenzollernbrücke, und seit 2005 haben Sie jetzt die Chance,
vom Triangel-Turm aus Köln von oben zu sehen. Zuvor stieg man auf den südlichen Domturm. Das können Sie auch heute noch. Aber der Triangel-Turm bietet Ihnen demgegenüber direkt mehrere Vorteile. Bei der Dombesteigung versperrt Ihnen der Nordturm den Blick auf die Nordstadt. Dazu sehen Sie von dort aus vom Dom selbst nur die Dächer Und nicht unerheblich: Sie müssen im Triangel-Turm nicht erst 509 enge Stufen hochsteigen, sondern werden für 3.- € die 536 Stufen per Lift hochgefahren; sie erhalten sich somit Ihre Energie für den Nachmittag. Vom Triangel-Turm sehen Sie also jetzt das ganze, großartige Stadtpanorama, das morgens nicht im Gegenlicht liegt, sondern u. U. von der Sonne im Osten angestrahlt wird. Von hier oben können Sie jetzt wunderbare Aufnahmen machen.–
Den Rückweg nehmen Sie zu Fuß entweder über den südlichen Fußgängersteig der Hohenzollernbrücke oder, besser, über die Deutzer Brücke. Gehen Sie an der Rheinpromenade entlang, so finden Sie hinter der kleinen Kirche Alt-St. Heribert die Reste zweier Festungstürme des Castrum Divitensium, das Konstantin d. Gr. mit dem Bau der ersten festen Rheinbrücke 310 anlegen ließ. Von der Rheinterrasse und der Brücke können Sie nochmals in der langsamen Annäherung das Rheinpanorama genießen.
Wieder auf der „echten“ Kölner Seite angelangt, bleibt Ihnen nun bis zur Mittagszeit die Gelegenheit, ein wenig durch die Altstadt zu bummeln, im Sünner im Walfisch in der Salzgasse einen Imbiss zu sich zu nehmen, vom Altermarkt zum Rathausplatz hochzusteigen, wo Sie nicht nur den Ort des Prätoriums, des römischen Statthalterpalastes, betreten, sondern auch die Geburtsstätte des Eau de Cologne von Johann Maria Farina finden. (In der Tat war Köln im 18. Jahrhundert die europäische Stadt des Parfüms.) Oder Sie denken etwa später, beim Passieren des Gürzenich, auch schon an ein Mittagessen in der Malzmühle. Als Bill Clinton 1999 Köln besuchte, wollte er hier, an der Südseite des Neumarkts, eine Kölsche Gaststätte kennen lernen.
Zuvor aber sollten Sie noch zwei Stops ganz in der Nähe einlegen, die bei Standard-Stadtführungen – wenn Sie eine solche am Nachmittag buchen sollten – sehr selten berücksichtigt werden: das romanische Overstolzenhaus der mächtigsten Kölner „Patrizier“-Familie in der Rheingasse, und sodann die Kirche St. Maria im Kapitol, eine höchst bedeutsame romanische Stiftskirche, die, wie der Name anzeigt, auf den Fundamenten des Kapitolinischen Tempels für Jupiter, Juno und Minerva, des Haupttempels der Römerstadt, errichtet wurde.

Samstagnachmittag

Ich hoffe, dass Sie mit Ihrem Mittagessen in der Malzmühle zufrieden waren. Was nun am Nachmittag? Wo liegen Ihre Interessen? Lieben Sie Museumsbesuche, dann bietet Ihnen Köln eine ganze Palette von Möglichkeiten: Sie reicht vom Römisch-Germanischen Museum über das Kölnische Stadtmuseum, das Wallraf-Richartz-Museum mit den mittelalterlichen Altären über Rembrandt und Rubens bis zu Monet und Cezanne, das Museum Ludwig mit der Kunst ab 1900. Hier finden Sie also die Expressionisten, Picasso, vor allem eine große Sammlung der amerikanischen Pop Art. Dann gibt es noch das Kolumba Diözesan-Museum (darüber sollte man nicht die Domschatzkammer und das Schnütgen-Museum vergessen), sodann das zwar kleine, aber sehr schöne Museum für Ostasiatische Kunst, ferner das Museum für Angewandte Kunst und, als ein kleines Museum mit jedoch interessanten Wechselausstellungen, das Käthe-Kollwitz-Museum. Zudem ist Köln auch immer noch eine Stadt mit -zig Galerien.
Etwas ganz anderes bieten das Imhoff Schokoladen-Museum, das Deutsche Sport- und Olympia-Museum, das zurzeit wegen Umzugs nicht geöffnete Rautenstrauch-Joest- oder Völkerkunde-Museum, und natürlich auch das Karnevals-Museum. Bedenken Sie, dass Museen am Wochenende oft erst um 11 Uhr öffnen und um 17 Uhr schließen, dazu montags – außer dem Diözesan-Museum – durchweg geschlossen sind.
Aber vielleicht heben Sie sich die Museumsbesuche für Ihren nächsten Besuch auf – und dann auch nur zwei oder drei –, und ebenso die Innenbesichtigung der einzigartigen romanischen Kirchen Kölns, der Sancta Colonia.

Haben Sie nicht ein solches spezielles Museums-Interesse, so empfehle ich Ihnen eine zweite Stadtführung. Auch im Alleingang kann man vieles entdecken; eine gute Stadtführung vermittelt Ihnen jedoch konzentriert und kompetent – je nach Thema – das Wichtigste.
Stadtführungen bewegen sich allerdings durchweg nur in der engeren Altstadt, also zwischen Dom, Rathaus und dem Rhein. Das ist in der Tat ein Mini-Köln, selbst gegenüber der mittelalterlichen Stadt. Aber auch solche Führungen können ihren Sinn haben. Geschichtlich orientiert sind Führungen, die sich auf das römische oder das mittelalterliche Köln beziehen: Sie kombinieren zumeist eine Führung durch die Stadt mit einem Museumsbesuch, etwa mit dem Prätorium oder mit dem Stadtmuseum. Andere Führungen rücken die reiche Kölner Sagenwelt in den Vordergrund – ob als Domgeschichten oder Schauermärchen –, andere wiederum die Alltagswelt früherer Zeiten – etwa Köln aus Straßennamen oder das mittelalterliche Gerichtswesen bis hin zu den Hexenprozessen –, wiederum andere mehr die nicht leicht zu definierende Kölner Mentalität, als „Typisch Kölsch“. Bei der Vielfalt der Angebote –etwa bei Inside Cologne, für welche Agentur auch ich arbeite – ist eine Empfehlung schwer. Aber das römische Köln würde ich auf keinen Fall auslassen.

Nehmen Sie sich aber auf alle Fälle Zeit, selbst Wege zu gehen, die normalerweise nicht bei Führungen begangen werden: Am Gürzenich vorbei, zu einem der drei noch erhaltenen mittelalterlichen Stadttore, eventuell vom Heumarkt entlang den Resten der römischen Südmauer im Blick auf die Südstadt zu St. Georg und St. Pantaleon, zur Ulrepforte und der gegenüberliegenden restlichen mittelalterlichen Stadtmauer mit dem eingebauten Monument zur Erinnerung an die Abwehr eines nächtlichen Überfalls auf die Stadt. Wenn Sie schon hier gelandet sind, sollten Sie auch einen Blick in die Kartause werfen, und vielleicht gehen Sie von hier aus auch weiter bis zum Severinstor und zur Kirche St. Severin. Und nicht weit entfernt sehen Sie am Rhein die neuen, luxuriösen Kranhäuser am Rheinauhafen. Rheinabwärts, entlang der Rheinpromenade, landen Sie bei St. Maria Lyskichen wieder am Heumarkt. Damit hätten Sie einen ersten Einblick in die Südstadt gewonnen.

Aber wichtiger war im Mittelalter die Nordstadt, in der ich wohne, das sog. Niederich-Viertel. Zwischen Dom und Eigelsteintor, mit St. Ursula, St. Kunibert und dem bedeutenden Dominikanerkonvent, an dem Albertus Magnus lehrte, Thomas v. Aquin etliche Jahre lebte und Meister Eckhart predigte. Die großartige Kirche St. Mariae Himmelfahrt erbauten erst im Zuge der Gegenreformation die Jesuiten. Heute wird dieses Viertel in seiner Reduktion meist als Eigelstein-Viertel bezeichnet; durch fehlende oder verfehlte Stadtplanung ist es sehr zerstört, aber dennoch Kölns buntestes Viertel, in dem sich neben den Deutschen auch Italiener, Türken, Perser, Chinesen und andere, u .U schon in der dritten Generation, zu Hause fühlen. Über meine Eigelstein-Führung bei Inside Cologne oder – wenn als Gruppe, auch privat zu Ihrem gewünschten Termin – gebe ich Ihnen gern einen Einblick in dieses multikulturelle Leben.

Bedenken Sie auch, dass der Samstag der letzte Tag der Woche ist, an dem Sie noch die Shopping-Meile Kölns besuchen können: die sehr degenerierte Hohe Straße und vor allem die Schildergasse, die meist besuchte Einkaufsstraße Deutschlands. Einen Eindruck vom Kaufhof an der Kreuzung Hohe Straße / Schildergasse sollte man gewinnen, und vom obersten Parkgeschoss haben Sie einen näheren Blick aus der Höhe auf das Gewimmel unten. Etwas weiter steht jetzt neben der mittelalterlichen Antoniterkirche, in der der Engel von Ernst Barlach hängt, der moderne Peek & Cloppenburg-Bau von Renzo Piano, und wenn Sie den Weg bis zum Neumarkt nehmen, sehen Sie auch schon die romanische Kirche St. Aposteln. Am Neumarkt selbst sind die Neumarkt-Passage, der Olivandenhof und die Neumarkt-Galerie sehenswert.
Biegen Sie neben St. Aposteln rechts ab, durch die Gertruden- oder die Apostelnstraße, so stoßen Sie auf die Breitestraße mit dem Lokal Bieresel – in den Monaten mir „r“ das Lokal für Muschelgerichte – und, in westlicher Verlängerung, auf die Ehrenstraße, ebenfalls zwei interessante Einkaufsstraßen.
Waren Ihre Beine bei St. Aposteln noch nicht zu müde, so empfehle ich Ihnen allerdings den Weg durch die Mittel- oder die Hahnenstraße bis zum Hahnentor, dem bedeutendsten der ursprünglich zwölf Stadttore, durch das die Könige oder Kaiser nach einer Krönung in Aachen zum Dom und 1794 auch die Franzosen in die Stadt einzogen. Von hier lohnt sich ein Bummel rechts über den Ring, das Terrain, hinter dem sich früher die mittelalterliche Stadtmauer erhob, bis zum Gereonshof, von dort durch das ehemalige Gerling-Viertel zu St. Gereon, der rangmäßig bedeutendsten Kirche nach dem Dom. Werfen Sie hier einen Blick auf das Innere mit der grandiosen Kuppel. Und von St. Gereon aus sehen Sie auch schon wieder den Dom.

Jeder dieser Wege nimmt etwa zwei Stunden in Anspruch.

Sonntag

Wie immer Sie sich am Samstag entschieden haben: Sie werden von meinen Vorschlägen manches auf heute verschieben, manche fallen gelassen haben, vor allem, wenn Sie am Samstagnachmittag noch die sonntags ziemlich trostlosen Geschäftsstraßen besucht haben.
Sie könne auch etwas die Zeit raffen, indem Sie eine Stadtrundfahrt per Bus buchen.
Diese bieten sich an als Einstieg der Stadterkundung, aber auch – meines Erachtens sinnvoller –, indem Sie Ihre bisherige Erfahrung jetzt in einen größeren Zusammenhang gerückt bekommen. Bus-Führungen werden im Allgemeinen zweisprachig, in Deutsch und Englisch, durchgeführt. Treffen Sie auf eine ausschließlich deutschsprachige Bus-Führung, haben Sie natürlich mehr Informationen. Für solche soliden Überblicke bieten sich die Fahrten von KölnTourismus an. Seit einigen Jahren gibt es auch einige Anbieter, die entsprechend dem Prinzip hop on, hop off erlauben, an bestimmten Haltestellen aus- und zu späterer Zeit an einer anderen wieder einzusteigen. Das Ticket gilt hier für den ganzen Tag. Man kann auf diese Weise nach eigenem Wunsch bestimmte innerstädtische Stadtteile, Museen oder auch den Zoo mit der Flora erkunden. Wenn Sie am Sonntagvormittag einen Blick in den Dom werfen wollen, vielleicht etwas für den Nachmittag.

Etwas geruhsamer ist – zumal bei Hitze, Schwüle oder Regen – eine Rundfahrt mit einem Boot auf dem Rhein. Sie können sich nochmals – jetzt vom Wasser aus – an dem Stadtpanorama von Mülheim bis Rodenkirchen erfreuen.

Sie sehen: Die Palette ist groß und bunt; nach dem Motto: „Jedem Dierche sing Pläsierche.“ Ein Wochenende in Köln ist schnell vorbei. Nach diesem ersten Überblick werden Sie wissen, was Sie bei einem zweiten Besuch angehen wollen. Vielleicht kommen Sie wieder. Doch behalten Sie Köln in guter Erinnerung.

 

Abschließend möchte ich Ihnen jedoch noch einige Titel als vorbereitende oder begleitende Lektüre empfehlen, die sich bewährt haben; natürlich in subjektiver Auswahl. Sie finden diese Titel und auch weitere bei KölnTourismus angeboten:

Allgemein:

  • Detlev Arens: Köln, mit Drachenfels, Brühl, Zons, Altenberger Dom4., aktualisierte Aufl. 2008 (Dumont Reise Taschenbücher)

Köln in seinen Sagen:

  • Yvonne Plum: Kölner Sagen und Geschichten. 3. Aufl. 2004.
  • Yvonne Plum: Geister, Teufel, arme Seelen. Das gruselige Köln zu Fuß.

Zum Dom:

  • Arnold Wolf: Der Dom zu Köln. 5., überarbeitete Aufl. 2008.


Sollte ich mit diesem kleinen Wochenendtrip-Planer Ihr Interesse geweckt haben, würde ich mich über Ihren Besuch auf meiner offiziellen Homepage freuen. Auf www.stadtstreicher-stadtfuehrungen.de biete ich eine Reihe an interessanten Stadtführungen an, bei denen sicherlich auch für Sie etwas spannendes dabei ist.

Mit den Wünschen zu einem schönen Wochenende in Köln,

Ihr Dr. Helmut Meyer
alias Stadtstreicher, live vom Eigelstein in Köln.

“Wä mich nit kennt, dä kennt Kölle nit”